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Barrierefreies Wohnzimmer mit breitem Türrahmen, schwellenlosem Übergang und rutschfestem Bodenbelag in einem modernisierten Leverkusener Einfamilienhaus

Barrierefreier Umbau 2026 in Leverkusen: Kosten, Maßnahmen und KfW 455-Förderung

FB Baukonzept GmbH · · 6 Min. Lesezeit · (Aktualisiert: 12. Juni 2026)
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Altersgerecht wohnen bleiben — der wichtigste Umbau, den Sie nie aufschieben sollten

In Leverkusen und dem gesamten Rheinland sind über 40 % der Hausbesitzer älter als 60 Jahre — doch nur etwa 11 % der Wohnungen sind auch nur ansatzweise barrierefrei. Die Folge: Jährlich verletzen sich in Deutschland rund 600.000 Menschen durch Stürze im eigenen Haushalt, davon über 80 % in der Altersgruppe 65+. Viele dieser Unfälle ließen sich durch gezielte Umbaumaßnahmen vermeiden.

Ein barrierefreier Umbau ist keine Kapitulation vor dem Alter. Es ist die Entscheidung, selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu wohnen — unabhängig von Pflegeheimen, fremder Hilfe oder teuren Umzügen. Und mit der KfW 455 (Altersgerecht Umbauen) übernimmt der Staat bis zu 6.000 € Zuschuss pro Maßnahme.

FB Baukonzept GmbH aus Leverkusen führt barrierefreie Umbauten durch — von der schwellenlosen Dusche über den Treppenlift-Vorbereitung bis zum kompletten Wohnungsumbau. Hier erfahren Sie, was die einzelnen Maßnahmen kosten, wie die Förderung funktioniert und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen sollten.

Was bedeutet „barrierefrei”? — Die wichtigsten Begriffe kurz erklärt

Barrierefrei nach DIN 18040-2 bedeutet: Alle Bereiche der Wohnung sind ohne fremde Hilfe und ohne Hindernisse erreichbar und nutzbar. Konkret geht es um:

  • Schwellenlose Übergänge — keine Stolperfallen zwischen Räumen
  • Breite Türen — mindestens 80 cm Durchgangsbreite (Rollstuhl: 90 cm)
  • Bodengleiche Dusche — ohne Einstieg, rutschfest
  • Greif- und Stützvorrichtungen — Haltegriffe in Bad und Flur
  • Treibende Stufen — Rampen statt Stufen vor dem Haus

Altersgerecht ist der etwas weiter gefasste Begriff. Eine altersgerechte Wohnung muss nicht alle DIN-Vorgaben erfüllen, sondern die Elemente, die das selbstständige Wohnen im Alter sichern: keine Stufen im Bad, gut erreichbare Schalter, ausreichende Bewegungsflächen.

Die wichtigsten Maßnahmen und ihre Kosten 2026

Nicht jeder barrierefreie Umbau bedeutet einen Komplettumbau. Die meisten Hausbesitzer starten mit 2–3 gezielten Maßnahmen. Hier die Preise für Leverkusen und NRW:

MaßnahmeKosten (ca.)Bemerkung
Haltegriffe im Bad (2–4 Stück)300–800 €Montage in verstärktem Trockenbau
WC-Erhöhung + Haltegriffe600–1.500 €Stützklassiker, oft erster Schritt
Schwellenabbau (pro Tür)200–600 €Trockenbau- oder Bodensanierung
Türrahmen erweitern (pro Tür)800–2.000 €Trockenbau + Zargentausch
Bodengleiche Dusche (Wanne → Dusche)4.000–10.000 €Komplettsanierung Bad
Rutschfester Bodenbelag (pro Raum)1.000–3.000 €Material + Verlegung
Rampe vor dem Hauseingang1.500–5.000 €Holz, Beton oder Aluminium
Treppenlift-Vorbereitung2.000–4.000 €Elektro + statische Verstärkung
Küche altersgerecht umbauen3.000–12.000 €Höhenverstellbar, unterfahrbar
Komplettumbau EG barrierefrei15.000–45.000 €Alle Gewerke inkl. Bad, Flur, Türen

Alle Preisangaben sind Richtwerte für 2026 und abhängig von Gebäudezustand, Materialwahl und Umfang. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot.

Rechenbeispiel: Bad und Flur barrierefrei umbauen

Ein typischer Umbau für Ehepaare in Leverkusen, die im eigenen Haus wohnen bleiben möchten:

GewerkMaßnahmeKosten
BadWanne → bodengleiche Dusche, rutschfeste Fliesen, Haltegriffe, höhenverstellbares WC8.500 €
Flur/Eingang3 Türschwellen entfernen, Türrahmen erweitern (2 Türen), rutschfester Bodenbelag4.200 €
EingangRampe statt Stufe, Handlauf montieren2.800 €
ElektroSchalter und Steckdosen auf 85 cm Höhe, Bewegungsmelder Flur1.500 €
Gesamt17.000 €
KfW 455-Zuschuss (bis zu 10 %, max. 5.000 € pro Maßnahme)– 1.700 €
Netto nach Förderung15.300 €

Bei Kombination mit einer Fassadensanierung fallen Synergien an: Gerüstkosten teilen sich, und die Außendämmung verbessert gleichzeitig die behindertengerechte Temperierung (weniger Kältezug an Fenstern und Außenwänden).

KfW 455 — Förderung für altersgerechten Umbau

Die KfW-Förderbank bietet mit dem Programm 455 „Altersgerecht Umbauen” finanzielle Unterstützung für Umbaumaßnahmen, die das Wohnen im Alter sichern. Stand 2026:

  • Zuschuss: 10 % der förderfähigen Kosten, maximal 5.000 € pro Maßnahme (bisher) bzw. bis zu 6.000 € bei Kombination mehrerer Maßnahmen
  • Mindestinvestition: 2.000 € förderfähige Kosten
  • Wer kann einen Antrag stellen? Eigentümer von selbst genutztem Wohneigentum (Einfamilienhaus, Wohnung, Doppelhaushälfte)
  • Förderfähige Maßnahmen: u.a. schwellenlose Dusche, Haltegriffe, Rampen, Türrahmenerweiterung, Treppenlifte, barrierefreie Küche
  • Antragstellung: Vor Beginn der Maßnahmen! Der Antrag muss vor Auftragsvergabe bei der KfW eingereicht werden

Achtung: Die KfW 455 ist ein Zuschuss, kein Kredit. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Detaillierte Informationen zum Ablauf finden Sie auch in unserem Beitrag zur KfW-Förderung 2026.

Weitere Fördermöglichkeiten

  • Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA): Zuschüsse für barrierefreie Heizsysteme und Wärmepumpen in Verbindung mit altersgerechtem Umbau
  • Land NRW: Wohngeldzuschläge und Zubau-Förderung für barrierefreie Anbauten
  • Kommune Leverkusen: Vereinzelte Zuschüsse für seniorengerechte Wohnungsumbauten (Stadtbauförderung) — aktuelle Informationen beim Bauamt

In welcher Reihenfolge umbauen? — Der 4-Phasen-Plan

Ein barrierefreier Umbau sollte strategisch geplant werden. Wir empfehlen folgende Reihenfolge:

Phase 1: Sicherheit (1–2 Wochen, ca. 1.000–3.000 €)

  • Haltegriffe im Bad und WC montieren
  • Rutschfeste Matten oder Bodenbeläge auslegen
  • Stolperfallen (lose Kabel, Teppichkanten) beseitigen
  • Beleuchtung verbessern (Bewegungsmelder, LED)

Phase 2: Bad (2–3 Wochen, ca. 5.000–12.000 €)

  • Wanne zur Dusche umbauen — der häufigste Einzelumbau
  • Bodengleiche Dusche mit Rutschbelag
  • Höhenverstellbares WC mit Haltegriffen
  • Unterfahrbares Waschbecken

Phase 3: Wege und Türen (1–2 Wochen, ca. 3.000–8.000 €)

  • Türrahmen auf 80–90 cm erweitern (Trockenbau)
  • Schwellen abbauen — schwellenlose Übergänge schaffen
  • Flurbelag erneuern (rutschfest, eben)
  • Hauseingang: Rampe statt Stufe

Phase 4: Komfort (2–4 Wochen, ca. 5.000–15.000 €)

  • Küche altersgerecht umbauen (höhenverstellbare Arbeitsplatten, unterfahrbar)
  • Treppenlift oder Hublift einbauen
  • Smart-Home-Grundinstallation (Sprachsteuerung, Notruf)
  • Ggf. Aufstockung für zusätzliche Wohnfläche im EG

Wer Phase 1 und 2 umsetzt, hat bereits 80 % der kritischen Sicherheitsmaßnahmen erledigt. Die Phasen 3 und 4 sind Komfort- und Zukunftsinvestitionen.

Das Dialogforum „Barrierefreies Bauen” des Deutschen Instituts für Normung (DIN) empfiehlt

Bereits ab 50 Jahren über altersgerechte Anpassungen nachzudenken — nicht erst, wenn der erste Sturz passiert ist. Präventiver Umbau ist 3- bis 5-mal günstiger als nachträglicher Umbau nach einem Unfall (Krankenhausaufenthalt, Reha, Umbau unter Zeitdruck).

DIN 18040-2 unterscheidet drei Niveaustufen:

  1. Barrierefrei nach DIN — Vollständige Erfüllung aller Anforderungen (Rollstuhlgerecht)
  2. Altersgerecht — Reduzierter Standard, der selbstständiges Wohnen ohne Rollstuhl sichert
  3. Universal Design — Von vornherein für alle Altersgruppen und Fähigkeiten geplant

Für die meisten Eigenheime in Leverkusen ist Stufe 2 (altersgerecht) der richtige Kompromiss aus Kosten und Nutzen.

FAQ — Häufige Fragen zum barrierefreien Umbau

Was kostet ein barrierefreier Umbau mindestens?

Die günstigste Einstiegsmaßnahme sind Haltegriffe im Bad (ab ca. 300 €). Ein kompletter Badumbau mit bodengleicher Dusche beginnt bei ca. 4.000 €. Der KfW-Zuschuss deckt bis zu 10 % der Kosten.

Brauche ich einen Bauantrag für einen barrierefreien Umbau?

Für die meisten Innenumbauten (Bad, Türen, Haltegriffe) ist kein Bauantrag erforderlich. Eine Eingangsrampe kann baugenehmigungspflichtig sein, je nach Größe und örtlicher Bauvorschrift. Wir klären das für Sie. Details zum Bauantrag in NRW finden Sie in unserem Beitrag zum Bauantrag in Leverkusen.

Wie lange dauert ein barrierefreier Umbau?

Ein reiner Badumbau (Phase 2) dauert 2–3 Wochen. Der Komplettumbau aller 4 Phasen kann 6–10 Wochen in Anspruch nehmen, abhängig vom Gebäudezustand und der Verfügbarkeit von Gewerken.

Kann ich im Mietobjekt barrierefrei umbauen?

Ja, mit Zustimmung des Vermieters. Seit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) muss der Vermieter „berechtigte Interessen” berücksichtigen. Mieter haben Anspruch auf Altersgerechte Anpassungen, wenn sie die Kosten tragen und den Ursprungszustand beim Auszug wiederherstellen.

Lohnt sich der Umbau gegenüber einem Umzug ins Pflegeheim?

Ein Pflegeheimplatz kostet in NRW durchschnittlich 3.000–4.500 € pro Monat. Ein barrierefreier Umbau von 15.000–25.000 € amortisiert sich damit innerhalb von 6–8 Monaten. Die Lebensqualität im eigenen Heim ist daneben nicht in Geld zu messen.

Nächste Schritte — Kostenlose Erstberatung in Leverkusen

Ein barrierefreier Umbau beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Welche Maßnahmen sind kurzfristig nötig, welche können geplant werden, und wie lässt sich die KfW-Förderung optimal nutzen?

FB Baukonzept GmbH bietet eine kostenlose Vor-Ort-Beratung in Leverkusen und dem gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis an. Wir bewerten Ihr Gebäude, erstellen ein Maßnahmenpaket und unterstützen Sie bei der KfW-Antragstellung.

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch — telefonisch unter +49 173 1001726 oder über unser Kontaktformular.

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