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Elektriker verlegt neue Stromleitungen in einem Altbau in Leverkusen während der Sanierung

Elektroinstallation im Altbau erneuern: Kosten 2026 & Ablauf in Leverkusen

FB Baukonzept GmbH · · 6 Min. Lesezeit
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Warum die Elektrik im Altbau 2026 auf den Prüfstand muss

In Leverkusen stehen viele Wohnhäuser aus den 1950er bis 1970er Jahren. Die Elektroinstallation dieser Gebäude ist heute nicht mehr zeitgemäß: Zweidrahtleitungen ohne Schutzleiter, Schraubsicherungen statt Leitungsschutzschalter, fehlende FI-Schutzschalter (RCDs) und zu wenige Steckdosen pro Raum. Wer heute eine Altbausanierung plant, kommt an der Elektrik nicht vorbei — sie ist das Nervensystem des Hauses.

Typische Probleme in Altbauten:

  • Sicherheitsrisiko: Ohne FI-Schutzschalter können schon kleine Fehlerströme lebensgefährlich sein. Seit 2009 sind RCDs in Neubauten Pflicht.
  • Zu wenig Stromkreise: Moderne Geräte (Induktionsherd, Wärmepumpe, Wallbox, Home-Office) überlasten alte Stromnetze.
  • Kein Schutzleiter: Alte Zweidrahtleitungen (NYM-J ohne grün-gelben Schutzleiter) erfüllen die heutige DIN VDE 0100 nicht.
  • Wertverlust: Bei Verkauf oder Vermietung erwarten Käufer und Mieter heute einen zeitgemäßen Elektrostandard — mindestens 3 Steckdosen pro Raum, LAN/Datenverkabelung, Smarthome-Vorbereitung.

FB Baukonzept erneuert Elektroinstallationen in Leverkusen und Umgebung als Teil von Komplett- und Teilsanierungen. In diesem Artikel finden Sie konkrete Kosten, den Ablauf in 5 Schritten und alle Fördermöglichkeiten für 2026.

Kurzfassung — Kosten Elektroinstallation im Altbau 2026

LeistungUmfangRichtkosten 2026 (brutto, inkl. Material)
Sicherungskasten erneuern12–24 Plätze, 4–6 FI-Schutzschalter1.500 – 3.200 €
TeilsanierungSicherungskasten + 3–4 neue Stromkreise4.500 – 8.500 €
Komplettsanierung StandardAlle Leitungen, Dosen, Verteilung9.000 – 14.000 € (140 m²)
Komplettsanierung Komfort+ Netzwerk, Smarthome-Vorbereitung, viele Steckdosen14.000 – 22.000 € (140 m²)
LuxusausstattungKNX-Bus, Wallbox-Vorbereitung, PV-Anschluss25.000 – 40.000 € (140 m²)

Faustregel Leverkusen 2026: 60 – 150 € pro m² Wohnfläche für eine Kompletterneuerung der Elektroinstallation. Eine reine Teilsanierung (Sicherungskasten + wenige Stromkreise) beginnt bei 60 €/m², eine Komfort-Ausstattung mit Smarthome-Vorbereitung erreicht 150 €/m².

Alle Preisangaben sind Richtwerte für 2026 und verstehen sich brutto, inkl. Mehrwertsteuer. Die tatsächlichen Kosten hängen von Gebäudegröße, Zugänglichkeit (Stemm- oder Trockenbauarbeiten) und Ausstattungswunsch ab.

Die 5 Schritte der Elektrosanierung im Altbau

Schritt 1: Bestandsaufnahme und Planung

Ein Elektromeister oder erfahrener Sanierer begutachtet die bestehende Installation:

  • Zustand der Leitungen: Sind es noch alte NYM-J ohne Schutzleiter? Gibt es Mängel nach DIN VDE 0100?
  • Anzahl der Stromkreise: Wie viele Sicherungen gibt es? Reicht das für moderne Lasten?
  • Sicherungskasten: Alter Typ, freie Plätze, FI/RCD-Schutz vorhanden?
  • Lastenheft: Wo werden Wärmepumpe, Wallbox, PV-Anlage, Induktionsherd angeschlossen?
  • Erweiterungsplan: Dachgeschossausbau, Aufstockung, Trockenbauwände?

Kosten Bestandsaufnahme: 250 – 600 € (wird bei Auftrag meist verrechnet).

Schritt 2: Demontage und Stemmarbeiten

Die alten Leitungen werden entfernt, neue Schlitze für die Stromrohre (flexible Installationsrohre) gefräst oder gestemmt. In Trockenbauwänden werden Leerrohre direkt in die Ständer eingelegt — das spart viel Stemmarbeit und Putzkosten.

  • Stemmarbeiten in Massivbau: 35 – 55 €/lfm (Laufmeter)
  • Schlitz in Trockenbau: 8 – 15 €/lfm
  • Demontage alte Verteiler: 200 – 450 €

Schritt 3: Verlegen der neuen Leitungen

Nach dem aktuellen Stand der Technik (DIN VDE 0100 Teil 410/520/540):

  • Dreiadrige NYM-J-Leitungen (L, N, PE) in allen Stromkreisen
  • Mehr Stromkreise: Pro Raum mindestens 1 Licht- und 1–2 Steckdosenkreise (statt 1 Kreis pro Etage wie früher üblich)
  • Separate Stromkreise für Großverbraucher: Herd, Backofen, Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner, Wärmepumpe, Wallbox
  • FI/LS-Kombischutz (RCD + Leitungsschutzschalter in einem Gerät) für Feuchträume (Bad, Keller, Außen)
  • Potentialausgleich für Wasser- und Gasrohre

Schritt 4: Sicherungskasten und Zähleranlage

Der neue Sicherungskasten (Verteiler) wird in der Nähe des Hausanschlusses montiert — oft im Keller oder Erdgeschoss. Bei Bedarf wird die Zähleranlage vom Netzbetreiber (in Leverkusen die EVL) angepasst.

KomponenteKosten 2026 (Material + Einbau)
Sicherungskasten 24 Plätze400 – 750 €
FI-Schutzschalter (RCD) 30 mA60 – 110 € pro Stück
Leitungsschutzschalter (LS)8 – 18 € pro Stück
Hauptschalter / Selektivschutz80 – 220 €
Komplett bestückter Kasten (Einbau)1.500 – 3.200 €

Schritt 5: Schließen, Putzarbeiten, Endmontage

Nach der Elektroinstallation werden die Schlitze geschlossen:

  • Massivbau: Putzarbeiten oder Verspachtelung — 18 – 35 €/m² Schlitzfläche
  • Trockenbau: Direkt mit Gipskartonplatten schließen — günstiger und schneller
  • Endmontage: Steckdosen, Schalter, Lampenanschlüsse, Netzwerkdosen

Was kostet eine Komplettsanierung konkret?

Rechenbeispiel: Einfamilienhaus Leverkusen, 140 m², Baujahr 1965

Leistungen:

  • Komplett-Demontage der alten Elektrik
  • Neuer Sicherungskasten mit 24 Plätzen, 6 FI/LS-Kombis
  • 45 Stromkreise (Standard: 8 Steckdosenkreise, 6 Lichtkreise, 8 Sonderkreise für Großgeräte, Smarthome-Aktoren, Reserve)
  • 85 Steckdosen, 35 Lichtauslässe, 12 Schalter
  • Netzwerkverkabelung CAT 7 in 8 Räumen
  • Vorbereitung Wallbox im Carport (Stromkreis leer)
  • Vorbereitung PV-Anschluss im Dachgeschoss (3-phasig, 11 kW)
PositionKosten
Bestandsaufnahme + Planung450 €
Demontage + Stemmarbeiten3.200 €
Sicherungskasten inkl. Einbau2.400 €
Leitungen + Leerrohre5.800 €
Dosen, Schalter, Steckdosen2.600 €
Netzwerkverkabelung CAT 71.900 €
Putz- und Trockenbauarbeiten1.700 €
Gesamt brutto18.050 €
Pro m² Wohnfläche129 €/m²

Nach Abzug der KfW-Förderung (im Rahmen einer energetischen Sanierung mit Wärmepumpe: 20 % Tilgungszuschuss auf diese Elektrik-Kosten = 3.610 € Zuschuss) reduzieren sich die Eigenkosten auf ca. 14.440 €.

Förderung für die Elektrosanierung 2026

Die reine Elektrosanierung ist nicht eigenständig förderfähig, aber als Teil einer energetischen Sanierung sehr wohl. Wichtige Programme:

  • KfW 261 — Bundesförderung für effiziente Gebäude: 15–35 % Tilgungszuschuss auf den Kredit (max. 120.000 €) bei Kombination mit Wärmepumpe, Photovoltaik oder Lüftungsanlage.
  • KfW 262: Einzelmaßnahmen mit 10–15 % Zuschuss.
  • BAFA: Förderung für Energieberatung (Wohngebäude), die auch die Elektrik im Sanierungsfahrplan berücksichtigt.
  • Stadt Leverkusen: Lokale Zuschüsse für energetische Sanierungen möglich — aktuelle Liste auf leverkusen.de anfragen.

Wichtig: Der Förderantrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden. FB Baukonzept unterstützt Sie bei der Antragstellung und koordiniert die Energieberatung.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Elektrosanierung?

Die Elektroinstallation ist wetterunabhängig und kann ganzjährig durchgeführt werden. Idealerweise wird sie in den Innenausbau integriert:

  • Innenphase einer Komplettsanierung — direkt nach Abbrucharbeiten und Entkernung, vor dem Innenputz und dem Trockenbau.
  • Vor dem Einzug in einen umgebauten Altbau — eine nachträgliche Erweiterung der Elektrik ist deutlich teurer.
  • Vor der Heizungssanierung — die neue Wärmepumpe braucht eigene Stromkreise und einen dreiphasigen Anschluss.

FB Baukonzept plant die Elektroinstallation als Teil der gesamten Sanierungsstrategie. So vermeiden Sie Doppeltarbeiten und nutzen Synergien mit Trockenbau, Putz und Malerarbeiten.

Checkliste: Was Sie vorbereiten sollten

Bevor die Elektriker beginnen, sollten Sie folgende Fragen geklärt haben:

  1. Anzahl der Stromkreise pro Raum dokumentieren
  2. Standorte für Großverbraucher (Induktionsherd, Wallbox, Wärmepumpe, Trockner) festlegen
  3. Netzwerkverkabelung planen — auch wenn Sie heute kein Smarthome wollen, sind CAT-7-Leerrohre in Trockenbauwänden später schwer nachzurüsten
  4. Lichtplanung — welche Deckenauslässe, Wandleuchten, Spots?
  5. Außenanschlüsse — Garten, Terrasse, E-Ladestation, Wallbox-Carport
  6. Smart-Home-Vorbereitung — Unterputz-Aktoren, Rollladensteuerung, Türsprechanlage

Häufige Fehler bei der Elektrosanierung im Altbau

  • Sparen am falschen Ende: Nur den Sicherungskasten tauschen, ohne die alten Leitungen zu erneuern, ist nach 3–5 Jahren oft erneut fällig.
  • Zu wenige Stromkreise: Lieber 2–3 mehr einplanen — Reservekreise kosten bei der Errichtung wenig, ein Nachrüsten ist teuer.
  • Netzwerk vergessen: Smarthome, Home-Office und Streaming brauchen stabile LAN-Verbindungen. WLAN allein reicht in Altbauten mit dicken Wänden oft nicht.
  • Kein Potentialausgleich: Bei metallischen Wasserrohren Pflicht — wird bei Altbauten oft vergessen und kann bei Sanierungsarbeiten zu Pflicht werden.
  • Förderung verpasst: Wer die Elektrik vor der eigentlichen energetischen Sanierung erneuert, ohne dies im Förderantrag zu berücksichtigen, verschenkt Zuschüsse.

Fazit: Elektroinstallation als Fundament jeder Altbausanierung

Eine moderne Elektroinstallation ist die Grundlage für Energieeffizienz, Sicherheit und Wohnkomfort. Wer in Leverkusen einen Altbau kauft oder saniert, sollte die Elektrik immer als Teil des Gesamtkonzepts planen — zusammen mit der Fassadensanierung, dem Dach, der Heizung und dem Innenausbau.

FB Baukonzept koordiniert alle Gewerke — von der Bestandsaufnahme über den Elektromeister bis zum Trockenbau und Putz. Fordern Sie ein unverbindliches Angebot an: Kontakt aufnehmen →

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