Fenster tauschen Kosten 2026 in Leverkusen: Preise, Materialien, U-Werte und KfW-Förderung
Warum der Fenstertausch 2026 in Leverkusen mehr Aufmerksamkeit bekommt als noch vor drei Jahren
In deutschen Haushalten werden Fenster im Schnitt alle 25 bis 35 Jahre ausgetauscht — viele Bestandsfenster in Leverkusen, Köln und im Bergischen Land stammen noch aus den 1980er- oder 1990er-Jahren und haben Zweischeiben-Isolierglas (Ug-Wert 2,7–3,0 W/m²K) statt der heute üblichen Dreifachverglasung (Ug 0,5–0,7). Das bedeutet: spürbare Wärmeverluste, zugige Rahmen, Kondenswasser an den Scheibenrändern, oft auch Schimmel an den Laibungen im Winter.
2026 kommen drei Treiber zusammen, die das Thema Fenstertausch in NRW besonders dringlich machen:
- GEG (Gebäudeenergiegesetz) Verschärfung 2024/2025 — bei umfassenden Sanierungen müssen Außenbauteile den U-Wert eines Referenzgebäudes einhalten. Wer ohnehin die Fassade dämmt oder den Dachstuhl erneuert, muss die Fenster gleich mit anpassen, sonst bleibt die Bilanz schlecht.
- KfW 261 / KfW 455-E Zuschüsse — der Fenstertausch ist in fast jeder Fördervariante enthalten und wird mit 15–20 % Zuschuss bezuschusst (max. 60.000 € pro Wohneinheit). Wer das nicht nutzt, lässt bares Geld liegen.
- Hitzeschutz im Sommer — neue Dreifachverglasung mit g-Wert-Optimierung und gedämmten Rahmen reduziert die sommerliche Aufheizung im Dachgeschoss um 4–6 °C, was angesichts des Hitzeschutz-Themas 2026 für viele Bauherren in Leverkusen ein zweites starkes Argument geworden ist.
In diesem Beitrag zeigen wir, mit welchen Kosten pro Fenster und pro m² Sie 2026 in Leverkusen rechnen müssen, welche Materialien, U-Werte und Verglasungen sinnvoll sind, wie viel KfW-Förderung Sie bekommen können und welche Fehler Bauherren am häufigsten machen. FB Baukonzept koordiniert Fenstertausch-Projekte in Leverkusen, Köln und dem gesamten Rheinland — von der Demontage über die Fassadensanierung bis zur Endabnahme mit Putz- und Malerarbeiten.
Kurzfassung — was kostet ein Fenster 2026 in Leverkusen?
| Fensterart (ca. 1,30 × 1,50 m, 2-flg.) | Material | Richtpreis 2026 inkl. Einbau (netto) |
|---|---|---|
| Standard-Kunststofffenster (3-Scheiben, Ug 0,7) | PVC weiß | 650 – 950 € |
| Komfort-Kunststofffenster (3-Scheiben, Ug 0,5, Sicherheit) | PVC mit Stahlkern | 900 – 1.300 € |
| Holzfenster (3-Scheiben, Ug 0,7) | Fichte/Kiefer lasiert | 950 – 1.450 € |
| Holz-Aluminium-Fenster (3-Scheiben, Ug 0,5) | Holz innen, Alu außen | 1.300 – 1.900 € |
| Aluminium-Fenster (3-Scheiben, Ug 0,6) | Alu thermisch getrennt | 1.500 – 2.100 € |
| Dachflächenfenster (Velux, Roto) | Kunststoff/Holz | 850 – 1.600 € inkl. Eindeckrahmen |
| Festverglasung (1,20 × 2,20 m, 3-Scheiben) | PVC/Alu | 500 – 900 € |
| Hebe-Schiebe-Tür (2,50 × 2,20 m, 3-Scheiben) | Kunststoff/Holz-Alu | 2.500 – 4.500 € |
Faustregel: Pro Quadratmeter Fensterfläche (Rohbaumaß) rechnen Sie in Leverkusen 2026 mit 650 – 1.300 € pro m² inkl. Einbau, Demontage und Abdichtung. Für ein typisches Einfamilienhaus mit 12–15 Fenstern und 2 Dachflächenfenstern liegt die Gesamtinvestition in der Größenordnung von 12.000 – 22.000 € netto im Kunststoff-Segment, 18.000 – 32.000 € netto im Holz-Alu-Segment.
Alle Preisangaben sind Richtwerte für 2026 und verstehen sich netto, inkl. Material, Einbau, Demontage und Entsorgung der Altfenster. Verbindliche Angebote erstellen wir nach Aufmaß vor Ort.
Was kostet der Fenstertausch im Detail?
Die Gesamtkosten setzen sich aus acht Positionen zusammen. Wer Angebote nur nach dem Stückpreis pro Fenster vergleicht, übersieht oft die größte Preistreiber — Demontage, Putz- und Malerarbeiten, Entsorgung.
| Position | Anteil an Gesamtkosten | Richtwert 2026 (netto) |
|---|---|---|
| Fenster inkl. 3-Scheiben-Verglasung | 50–60 % | 8.000 – 18.000 € |
| Demontage & Entsorgung Altfenster | 6–9 % | 1.000 – 2.400 € |
| Ausbau & Anpassung Laibung | 5–8 % | 800 – 2.000 € |
| Abdichtung (Rundschnur, Folie, PU-Schaum, Silikon) | 6–9 % | 900 – 2.200 € |
| Rollladenkasten / Raffstore-Anpassung | 4–8 % | 600 – 2.200 € |
| Putz- und Malerarbeiten innen & außen | 8–12 % | 1.200 – 3.500 € |
| Montagehelfer, Gerüst, Materialtransport | 3–5 % | 400 – 1.200 € |
| Nebenkosten (Aufmaß, Statik, Energieausweis) | 2–4 % | 250 – 800 € |
Rechenbeispiel: 12 Fenster in einem Leverkusener Einfamilenhaus (Baujahr 1978)
Ausgangslage: Reihenhaus in Leverkusen-Wiesdorf, 12 Fenster (Größen 1,30 × 1,50 m und 0,90 × 1,30 m), 2 Dachflächenfenster (Velux GG 78 × 118 cm), Bestand: 2-Scheiben-Isolierglas von 1985, Holzrahmen mit Witterungsschäden, Putzschäden an den Laibungen. Geplant: Tausch gegen moderne Kunststoff-Komfortfenster (3-Scheiben, Ug 0,6, warme Kante, zwei Fenster mit Sicherheitsverglasung P4A im EG).
| Position | Beschreibung | Summe (netto) |
|---|---|---|
| 12 Kunststoff-Komfortfenster | 10× 1,30 × 1,50 m, 2× 0,90 × 1,30 m, 3-Scheiben Ug 0,6 | 11.400 € |
| 2 Dachflächenfenster | Velux GPU 78 × 118, Holzkern, Schwingfenster | 2.200 € |
| Demontage & Entsorgung | 14 Altfenster, inkl. Containerstellung 5 m³ | 1.900 € |
| Laibungsanpassung | Neue Gipskarton-Laibungen, 14 Stück | 1.500 € |
| Abdichtung RAL-Montage | Innen dampfdiffusionsdicht, außen schlagregendicht | 1.500 € |
| Rollladenkasten-Anpassung | 8 Stück Aufsatzkasten erneuert | 1.900 € |
| Putz- und Malerarbeiten | Laibungen spachteln Q3, ca. 65 lfm | 1.700 € |
| Gerüst, Material, Anfahrt | Fassadengerüst 35 lfm, 2 Tage | 900 € |
| Aufmaß, Statik-Check, Energieausweis | Fachplaner, inkl. U-Wert-Berechnung | 450 € |
| Zwischensumme netto | 23.450 € | |
| Inkl. 19 % MwSt. | 27.906 € | |
| KfW 261 Zuschuss 15 % (auf 22.000 € förderfähig, abzgl. Nebenkosten) | −3.300 € | |
| Effektive Investition nach KfW | 24.606 € brutto |
In diesem Rechenbeispiel liegt das Projekt preislich im gehobenen Kunststoffsegment. Mit Premium-Materialien (Holz-Alu-Fenster, elektrische Raffstoren, smarte Lüftungssysteme) ist dasselbe Haus schnell bei 38.000 – 48.000 € netto — also 45.000 – 57.000 € brutto, abzüglich KfW-Zuschuss verbleiben 38.000 – 48.000 €.
Die vier wichtigsten Fenstermaterialien im Vergleich
Welches Material passt, hängt von Optik, Pflegeaufwand, Wärmedämmung, Schallschutz und Preis ab. Hier die vier in Leverkusen am häufigsten eingebauten Varianten:
1. Kunststofffenster (PVC) — der Standard
- Preis-Leistung: Niedrigster Stückpreis, sehr gute Wärmedämmung (Uw 0,7–1,0 bei 3-Scheiben-Verglasung), wartungsarm.
- Lebensdauer: 25–35 Jahre, je nach Pflege und UV-Belastung.
- Pflege: Sehr pflegeleicht, Reinigung mit Wasser und mildem Reiniger, kein Nachstreichen nötig.
- Optik: Weiß Standard, Folierung in Holzdekor (Golden Oak, Anthrazit) gegen Aufpreis (+ 80–180 € pro Fenster).
- Nachteil: Kunststoff wirkt in Altbauten optisch manchmal „billig”, eingeschränkte Formvielfalt.
- Typische Einsatzorte: Mietwohnungen, Reihenhäuser, Neubau, preissensible Sanierungen.
2. Holzfenster — der Klassiker
- Preis-Leistung: Mittel bis gehoben (950 – 1.450 € pro Fenster), sehr gute Wärmedämmung bei gutem Rahmenquerschnitt (Uw 0,7–1,0 bei 3-Scheiben).
- Lebensdauer: 25–40 Jahre, regelmäßiger Nachstrich alle 4–6 Jahre Pflichtvoraussetzung.
- Pflege: Lasur oder Decklack alle paar Jahre erneuern, sonst Verwitterung.
- Optik: Warme Holzstruktur, ideal für denkmalgeschützte Fassaden, Altbauten, Bauhaus-Villen.
- Nachteil: Höherer Wartungsaufwand, empfindlich gegen stehende Feuchtigkeit.
- Typische Einsatzorte: Denkmalgeschützte Gebäude, gehobene Einfamilienhäuser, klassische Stadtvillen in Leverkusen.
3. Holz-Aluminium-Fenster — die Premium-Variante
- Preis-Leistung: Gehoben bis Premium (1.300 – 1.900 € pro Fenster), beste Kombination aus Optik und Wetterschutz.
- Lebensdauer: 30–45 Jahre, außen wartungsfrei dank Aluminiumschale, innen gelegentlich nachstreichen.
- Pflege: Außen keine, innen Pflege wie reines Holzfenster.
- Optik: Innen warmes Holz, außen pulverbeschichtetes Aluminium in jeder RAL-Farbe — modernes Design.
- Nachteil: Höchster Stückpreis der vier Hauptmaterialien.
- Typische Einsatzorte: Architektenhäuser, gehobene Sanierungen, Bauhaus-Stil, Passivhaus-Standard.
4. Aluminiumfenster — für große Öffnungen
- Preis-Leistung: Premium (1.500 – 2.100 € pro Fenster), ideal für große Hebe-Schiebe-Türen, Pfosten-Riegel-Fassaden, moderne Architektur.
- Lebensdauer: 40+ Jahre, praktisch wartungsfrei.
- Pflege: Keine, gelegentlich Reinigung.
- Optik: Schlanke Profile (ab 70 mm Ansichtsbreite), große Glasflächen möglich, modernes Design.
- Nachteil: Ohne thermische Trennung ungeeignet für Wohnräume — bei guter Ausführung (thermische Trennung mit Polyamid-Stegen) aber Uw 0,6–0,8 erreichbar.
- Typische Einsatzorte: Moderne Architektur, Wintergärten, Pfosten-Riegel-Fassaden, große Glasfronten.
Welche U-Werte gelten 2026 nach GEG?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt für Bauteile Referenz-U-Werte vor, die bei umfassenden Sanierungen eingehalten werden müssen. Für Fenster im Wohnungsbau gilt:
| Bauteil | Uw-Wert Höchstgrenze GEG (Bestandssanierung) | Empfohlener Uw-Wert 2026 |
|---|---|---|
| Fenster (Wohnraum) | ≤ 1,30 W/m²K | 0,7 – 1,0 W/m²K (3-Scheiben) |
| Dachflächenfenster | ≤ 1,40 W/m²K | 0,8 – 1,0 W/m²K (3-Scheiben) |
| Hebe-Schiebe-Tür | ≤ 1,60 W/m²K | 0,9 – 1,3 W/m²K (3-Scheiben) |
| Dachflächenfenster (Passivhaus) | ≤ 0,80 W/m²K | 0,5 – 0,7 W/m²K (3-Scheiben Spezialglas) |
| Fenster im Denkmal | Sonderfall (Einzelfall) | historisches Aussehen + 3-Scheiben-Innenvlies möglich |
Wichtig: Der Uw-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient des kompletten Fensters (Rahmen + Glas + Randverbund). Nicht zu verwechseln mit dem Ug-Wert (nur Glas) oder dem Uf-Wert (nur Rahmen). Für die KfW-Förderung muss der Uw-Wert nachgewiesen werden, nicht der Ug-Wert.
Drei Tipps, die viele Bauherren übersehen:
- Warme Kante — der Abstandhalter zwischen den Scheiben sollte aus Edelstahl oder Kunststoff mit Edelstahldraht, nicht aus Aluminium sein. Das bringt 0,1–0,2 W/m²K Verbesserung am Randverbund und reduziert Kondenswasser am Scheibenrand.
- Glas-Abstandhalter mit Gasfüllung — Argon- oder Krypton-Gasfüllung verbessert den Ug-Wert um 0,1–0,3 W/m²K gegenüber Luftfüllung.
- g-Wert beachten — der Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) liegt bei 3-Scheiben-Glas typisch bei 50–60 %. Für viel Tageslicht und passive Solarenergie im Winter ist das gut, für Hitzeschutz im Sommer sind g-Werte um 35–45 % sinnvoller.
Welche Förderung gibt es 2026 für den Fenstertausch in NRW?
In Leverkusen und ganz NRW gibt es vier Wege zur Förderung des Fenstertauschs. Die Auswahl hängt davon ab, ob die Maßnahme Teil einer umfassenden energetischen Sanierung ist oder ob der Fenstertausch eigenständig durchgeführt wird.
1. KfW 261 (Bundesförderung für effiziente Gebäude, Wohngebäude) — bis 20 % Zuschuss
Wenn der Fenstertausch Teil einer energetischen Sanierung zum Effizienzhaus ist, kann die KfW 261 mit 15 % Grundzuschuss + 5 % Klimageschwindigkeits-Bonus (zusammen 20 % Zuschuss) auf die förderfähigen Kosten bewilligt werden — maximal 60.000 € pro Wohneinheit. Förderfähig sind alle Fenster inkl. Einbau, Demontage, Abdichtung, Rollläden und Putzarbeiten. Voraussetzung: Energieberater mit BAFA-Zulassung begleitet das Projekt, iSFP-Bonus (10 % zusätzlich) möglich bei vorherigem individuellem Sanierungsfahrplan.
Beispiel-Rechnung: Bei 23.000 € förderfähigen Fenstertausch-Kosten erhalten Sie 20 % = 4.600 € Zuschuss (zzgl. 5 % iSFP-Bonus = +1.150 € = 5.750 € Gesamt-Zuschuss).
2. KfW 455-E (Heizungsförderung, Ergänzungskredit) — bis 2 % Tilgungszuschuss
Wenn im Zuge des Fenstertauschs auch eine neue Heizung (Wärmepumpe, Fernwärme, Pellets) eingebaut wird, kann der KfW 455-E Ergänzungskredit für weitere energetische Maßnahmen genutzt werden — bis zu 120.000 € pro Wohneinheit mit 2 % Tilgungszuschuss auf die ergänzenden Maßnahmen (Fenster, Dämmung, Lüftung).
3. BAFA / KfW 458 — vorzeitige Baubegleitung und Energieberatung
Die Energieberatung durch einen BAFA-zugelassenen Berater wird mit 50 % Zuschuss (maximal 1.300 €) gefördert. Diese Beratung ist für KfW 261 und 455 ohnehin Pflicht und kann separat als BAFA-Zuschuss abgerechnet werden.
4. Steuerlicher Abzug nach § 35a EStG — 20 % der Handwerkerleistungen
Auch ohne KfW-Antrag können 20 % der Handwerkerleistungen (nicht das Material) direkt von der Steuerschuld abgezogen werden — maximal 1.200 € pro Jahr und Haushalt. Bei einem Fenstertausch mit 8.000 € Handwerkerkosten bedeutet das eine Steuerersparnis von 1.600 € (Achtung: § 35a ist auf 1.200 € gedeckelt — für eine Förderung von mehr als 6.000 € Handwerkerleistungen ist die KfW 261 fast immer lukrativer).
Die 6 Phasen eines Fenstertauschs in Leverkusen
Ein typischer Fenstertausch in einem Einfamilienhaus mit 12 Fenstern dauert 2 bis 4 Tage reine Montagezeit, mit Vor- und Nachbereitung 4 bis 6 Wochen Gesamtprojektdauer. Bei größeren Objekten oder paralleler Fassadensanierung verlängert sich der Zeitraum entsprechend.
Phase 1: Aufmaß und Beratung (Woche 1)
- Vor-Ort-Aufmaß aller Fenster durch den Fachbetrieb (nicht aus dem Bauplan schätzen — Altbauten weichen oft ab)
- Beratung zu Material, Verglasung, Sicherheitsstufe, Rollladen, Lüftung
- Erstellung eines detaillierten Angebots mit Einzelpositionen
- Beauftragung eines Energieberaters (BAFA) für die KfW-Begleitung
Phase 2: Förderantrag und Bestellung (Woche 2–4)
- KfW-261-Antrag über das Zuschussportal vor Beginn der Maßnahme (Verwendungsnachweise müssen vorliegen)
- Bestellung der Fenster mit Lieferzeit 4–8 Wochen (Sondermaße teils 10–12 Wochen)
- Statik-Check bei großen Öffnungen oder Pfosten-Riegel-Elementen
- Anmeldung bei der Stadt Leverkusen bei denkmalgeschützten Objekten
Phase 3: Vorbereitung am Bau (Woche 5)
- Räumarbeit im Innenbereich (Möbel, Vorhänge, Gardinen 1 m vor Fenster räumen)
- Abkleben von Böden, Möbeln und Heizkörpern
- Sicherung von Fußböden und Treppen
- Anlieferung der Fenster (Paletten, Zwischenlagerung)
- Aufbau Fassadengerüst bei mehrgeschossigen Häusern
Phase 4: Demontage und Einbau (Woche 5–6)
- Demontage der alten Fenster (pro Fenster ca. 30–45 Minuten, sortenreine Trennung von Glas, Holz, Metall, Kunststoff)
- Vorbereitung der Laibung (Putz abschlagen, Unebenheiten ausgleichen)
- Einbau der neuen Fenster mit RAL-konformer Abdichtung (innen dampfdicht, außen schlagregendicht)
- Justierung der Flügel, Einstellung der Beschläge
- Versiegelung mit Silikon oder vorkomprimiertem Dichtband
Phase 5: Putz- und Malerarbeiten (Woche 6)
- Schließen der Putzschäden an Laibungen
- Spachtelung in Qualitätsstufe Q3 (für malerfertige Oberflächen)
- Malerarbeiten an Laibungen und Übergängen
- Anbringen von Fensterbänken außen (Aluminium, Naturstein) und innen (Holz, Marmor, Kunststein)
Phase 6: Abnahme und Dokumentation (Woche 7)
- Gemeinsame Abnahme mit Bauherren und Bauleiter
- Einweisung in Bedienung, Wartung, Lüftung
- Übergabe der Revisionsunterlagen, Garantieurkunden, Pflegeanleitungen
- Verwendungsnachweis für KfW (Rechnungen, Foto-Dokumentation, Energieberater-Bestätigung)
- Auszahlung des KfW-Zuschusses nach Prüfung
Welche Fehler Bauherren beim Fenstertausch am häufigsten machen
Aus über 80 Fenstertausch-Projekten im Raum Leverkusen, Köln und Bergisch Gladbach haben wir acht typische Fehler identifiziert, die Bauherren immer wieder unnötig Geld, Zeit oder Komfort kosten.
1. Nur nach Stückpreis vergleichen — der günstigste Fensterpreis pro Stück hilft wenig, wenn Demontage, Putzarbeiten und Gerüst nicht enthalten sind. Wir vergleichen Angebote immer nach Endpreis inkl. aller Nebenkosten, nicht nach dem Stückpreis.
2. 2-Scheiben statt 3-Scheiben wählen — wer aus falscher Sparsamkeit 2-Scheiben-Glas nimmt, spart 80–150 € pro Fenster, verliert aber 0,4–0,6 W/m²K Dämmleistung. Bei 12 Fenstern summiert sich das auf höhere Heizkosten von 100–180 € pro Jahr.
3. Kein Sicherheitsglas im Erdgeschoss — die KfW 261 setzt im EG Sicherheitsverglasung (P4A oder besser) voraus, sonst gibt es keinen Zuschuss für die EG-Fenster. Wer das im Angebot nicht extra ausweist, riskiert eine Kürzung.
4. Falsche Lüftung — neue Fenster sind deutlich dichter als alte. Ohne kontrollierte Lüftung (dezentral oder zentral) droht Schimmel an schlecht belüfteten Stellen. Wir empfehlen bei Komplettsanierung immer ein dezentrales Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung (KfW-förderfähig).
5. Kein sommerlicher Hitzeschutz — 3-Scheiben-Glas bringt gute Wärmedämmung im Winter, aber im Sommer droht Überhitzung. Für Dachgeschoss-Räume und Südfassaden empfehlen wir Raffstoren oder Rollläden mit Lüftungsfunktion statt einfacher Rollläden.
6. Wartungsfugen vergessen — die Silikonfuge zwischen Fenster und Laibung ist eine Wartungsfuge und sollte alle 5–8 Jahre erneuert werden. Wer das in der Planung nicht beachtet, ärgert sich später über Zugluft und Schimmel an den Rändern.
7. Denkmalschutz nicht geprüft — in denkmalgeschützten Ensembles (z. B. Leverkusen-Wiesdorf Innenstadt, Schlebusch Ortskern) sind Material, Farbe und Profilierung der Fenster oft denkmalrechtlich vorgeschrieben. Vor der Bestellung unbedingt mit der Unteren Denkmalbehörde Leverkusen sprechen.
8. Kein Energieberater eingebunden — ohne BAFA-zugelassenen Energieberater gibt es keinen KfW-261-Zuschuss. Der Berater kostet 1.000–1.800 € (zzgl. 50 % BAFA-Zuschuss = 500–900 € Eigenanteil) und amortisiert sich durch die Förderung mehrfach.
Checkliste: 10 Punkte vor Beginn des Fenstertauschs
- Aufmaß durch Fachbetrieb vor Ort (nicht aus dem Bauplan schätzen)
- Detailliertes Angebot mit Einzelpositionen (Fenster, Demontage, Putz, Rollläden, Gerüst)
- BAFA-Energieberater für KfW-Begleitung beauftragt
- KfW-261-Zuschuss vor Bestellung beantragt
- Denkmalschutz geprüft (bei Altbauten in Wiesdorf, Schlebusch, Rheindorf)
- Material, Verglasung, Sicherheitsstufe schriftlich festgelegt
- Lieferzeiten beachtet (4–12 Wochen, Sondermaße teils länger)
- Räumarbeit im Innenbereich organisiert
- Wartungsplan für Silikonfugen und Beschläge dokumentiert
- Lüftungskonzept vorhanden (dezentrale Lüftung mit WRG empfohlen)
Häufige Fragen zum Fenstertausch in Leverkusen
Wie lange dauert ein Fenstertausch bei einem typischen Einfamilienhaus?
Bei 12 Fenstern und 2 Dachflächenfenstern dauert die reine Montage 2–4 Arbeitstage. Mit Vorbereitung (Aufmaß, Bestellung, Anlieferung), Demontage, Putz- und Malerarbeiten und Endabnahme rechnen Sie 4–6 Wochen Gesamtprojektdauer. Bei paralleler Fassadensanierung verlängert sich der Zeitraum auf 6–10 Wochen, weil die Gewerke koordiniert werden müssen.
Brauche ich für einen Fenstertausch in NRW einen Bauantrag?
Ein reiner Fenstertausch gleicher Größe und gleicher Anzahl ist in NRW baugenehmigungsfrei. Sobald Sie jedoch die Fensteröffnung vergrößern, neue Öffnungen schaffen oder tragende Wände verändern, ist ein Bauantrag erforderlich. Auch in denkmalgeschützten Ensembles ist eine denkmalrechtliche Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde Leverkusen nötig. Auskunft gibt das Bauaufsichtsamt Leverkusen (Dezernat 5, Tel. 0214-406-0).
Welche Verglasung ist 2026 Standard?
Dreifachverglasung mit Ug 0,5–0,7 W/m²K, warmer Kante und Argon- oder Krypton-Gasfüllung ist 2026 der Standard für Wohnraumfenster. Zweischeibenglas kommt nur noch in Nebenräumen (Keller, Garage, Dachboden-Staubereich) oder bei strengen Denkmalschutzauflagen zum Einsatz, wenn 3-Scheiben die Profilstärke zu sehr erhöhen.
Welches Material ist in Leverkusen am weitesten verbreitet?
In Leverkusen und im gesamten Rheinland dominiert Kunststoff (PVC) bei Sanierungen mit 70–75 % Marktanteil, gefolgt von Holz-Aluminium (15 %) im gehobenen Segment und reinem Holz (8 %) bei denkmalgeschützten Objekten. Reine Aluminiumfenster (5 %) sind Nische, dominieren aber bei Pfosten-Riegel-Fassaden und modernen Architektenhäusern.
Kann ich die alten Fenster selbst entsorgen?
Theoretisch ja, praktisch nicht empfehlenswert. Alte Fenster bestehen aus Glas, Holz, Kunststoff, Metall, Dichtungen — die Trennung ist aufwendig, die Entsorgung kostet bei sortenreiner Trennung 30–80 € pro Fenster, bei gemischter Anlieferung auf dem Wertstoffhof oft deutlich mehr. Im Komplettpreis ist die Entsorgung enthalten und Sie sparen sich zwei Tage Arbeit.
Wie viel Energie spare ich durch neue Fenster?
Ein typisches Reihenhaus in Leverkusen mit 12 Fenstern von 1985 verliert über die Fensterfläche 1.800–2.400 kWh pro Jahr. Nach dem Tausch auf 3-Scheiben-Wärmedämmfenster sinkt der Verlust auf 400–700 kWh pro Jahr — eine Einsparung von 1.100–1.800 kWh pro Jahr, was bei einem Gaspreis von 0,10 €/kWh 110–180 € pro Jahr Heizkostenersparnis bedeutet. Die Amortisation der Mehrkosten gegenüber 2-Scheiben-Glas liegt damit bei 8–12 Jahren — bei Einrechnung der KfW-Förderung oft nur 4–6 Jahre.
Welche Förderung bekomme ich 2026 konkret?
Bei einem förderfähigen Investitionsvolumen von 20.000 € (netto, abzgl. nicht förderfähiger Nebenkosten) erhalten Sie über die KfW 261 bei einer Sanierung zum Effizienzhaus 85 einen Zuschuss von 15 % = 3.000 €, plus 5 % Klimageschwindigkeits-Bonus = 1.000 €, plus optional 5 % iSFP-Bonus = 1.000 € (insgesamt bis zu 25 % = 5.000 € Zuschuss). Voraussetzung: Energieberater mit BAFA-Zulassung ist eingebunden, Antrag wird vor Maßnahmenbeginn gestellt, das Gebäude erreicht nach der Sanierung den jeweiligen Effizienzhaus-Standard (Nachweis über iSFP bzw. Energieausweis).
Übernimmt die FB Baukonzept GmbH auch reine Fenstermontage?
Ja, wir bieten Teilgewerke an: Wenn Sie z. B. die Fenster selbst über den Fachhandel beziehen, montieren wir gerne die gelieferten Elemente inkl. Demontage, Abdichtung und Putzarbeiten. Sprechen Sie uns an über das Kontaktformular oder rufen Sie direkt an: +49 173 1001726.
Ihr nächster Schritt: kostenlose Vor-Ort-Beratung in Leverkusen
Ein Fenstertausch ist eine Investition, die 20+ Jahre wirkt — da lohnt sich eine fundierte Planung. Wer in Leverkusen, Köln oder im Bergischen Land plant, sollte frühzeitig mit einem erfahrenen Bauleiter sprechen, der die Schnittstellen zu Fassade, Dach und Innenausbau kennt und die KfW-Förderung sauber beantragt. FB Baukonzept erstellt Ihnen nach einer kostenlosen Vor-Ort-Begehung ein verbindliches Angebot mit Materialvergleich, U-Wert-Berechnung und Förderübersicht.
Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin über das Kontaktformular oder telefonisch unter +49 173 1001726. Für eine erste Einschätzung genügen uns Fotos der Bestandsfenster plus die ungefähre Anzahl — Sie erhalten innerhalb von 48 Stunden eine erste Kostenschätzung mit Förderpotenzial.
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